

DVB-S und DVB-S2 – was ist das?
Was bedeutet DVB-S, was ist der Unterschied zu DVB-S2 und was braucht man, um es zu empfangen? Das zeigen wir dir hier.
5 Minuten Lesedauer | 18.07.2022
Inhalt
Auf einen Blick: DVB-S und DVB-S2 – was ist das?
- DVB-S steht für Digital Video Broadcast – Satellite, also digitales Satellitenfernsehen
- Als Nachfolgestandard hat sich inzwischen DVB-S2 etabliert
- TV-Sender schalten DVB-S-Betrieb inzwischen ab
- Auf DVB-S2-fähigen Sat-Receiver wechseln, um mit bestehender Sat-Anlage weiterhin alle Sender zu empfangen
- Über DVB-S2 sind öffentlich-rechtliche HD-Sender kostenlos empfangbar
- Für Privatsender in HD ist ein kostenpflichtiges Abonnement notwendig
Bis wann man DVB-S noch empfangen kann, ist nicht einheitlich geregelt. Die ARD hat einige Sender im November 2022 abgeschaltet. Diese sind über DVB-S2 weiterhin kostenlos empfangbar.
Ja, man kann mit DVB-S auch HD empfangen. Allerdings nutzen die meisten TV-Sender den effizienteren Nachfolgestandard DVB-S2 für ihr HD-Programm. Deshalb ist die Anzahl der HD-Sender über DVB-S sehr eingeschränkt. Wenn du HD-Fernsehen über Satellit empfangen möchtest, entscheide dich besser für DVB-S2.
Es kommt auf das Gerät an, wenn du wissen möchtest, ob DVB-S mit DVB-S2 kompatibel ist. Die Satellitenschüssel empfängt beide Standards problemlos. Auch der LNB kann sowohl mit DVB-S als auch mit DVB-S2 umgehen. Lediglich der Sat-Receiver muss DVB-S2-fähig sein, wenn du Fernsehen via DVB-S2 empfangen möchtest.
Ja, man kann mit DVB-S2 auch DVB-S empfangen. Da eine Sat-Anlage beide Standards empfangen kann, ist lediglich ein Receiver notwendig, der sowohl DVB-S als auch DVB-S2 unterstützt. Viele moderne Fernseher haben beide Tuner bereits integriert.
Du brauchst DVB-S2, um auch in Zukunft alle Sender via Satellit zu empfangen. Die DVB-S-Abschaltung läuft bereits, sodass nicht mehr alle Sender über DVB-S zur Verfügung stehen. Deshalb ist es empfehlenswert, bestehende DVB-S-Receiver gegen DVB-S2-fähige Modelle zu ersetzen. Für Kabelfernsehen brauchst du wiederum DVB-C und Antennenfernsehen kannst du über DVB-T2 empfangen.
Was ist DVB-S?
Im Zusammenhang mit Satellitenfernsehen fällt oft der Begriff DVB-S. Doch was bedeutet DVB-S konkret? Die Abkürzung steht für Digital Video Broadcast – Satellite, was auf Deutsch digitale Videoübertragung via Satellit bedeutet. Sinngemäß wird auch von digitalem Satellitenfernsehen gesprochen.
Empfangbar sind über diesen Übertragungsweg allerdings nicht nur Fernsehsender, sondern auch digitale Radiosender. Die TV- und Radiosender schicken das TV- oder Radiosignal dabei an einen Satelliten im Weltraum. Dieser sendet es anschließend zurück an die Empfangsgeräte auf der Erde. Der Empfang ist grundsätzlich kostenlos. Gebühren können lediglich für HD-Sender oder Pay-TV-Sender anfallen.
Im Jahr 2005 wurde DVB-S2 veröffentlicht. Was ist DVB-S2? Ganz einfach: Dies bezeichnet den Nachfolgestandard von DVB-S.Zwischen DVB-S und DVB-S2 gibt es wichtige Unterschiede, die du bei der Planung einer neuen Sat-Anlage berücksichtigen solltest. Wenn du eine neue Anlage planst, setzt du am besten von Beginn an auf DVB-S2 oder informierst dich über weitere Alternativen, um Fernsehen ohne Kabelanschluss zu empfangen.


Unterschied: DVB-S und DVB-S2
Der Unterschied zwischen DVB-S und DVB-S2 liegt im Wesentlichen in einer höheren Datenrate, die übertragen werden kann. Zu erkennen ist dies an der hohen Anzahl an empfangbaren HD-Sendern via DVB-S2. Zwar ist es für TV-Sender technisch auch mit DVB-S möglich, das Programm in HD-Qualität zu übertragen, doch die meisten HD-Sender übertragen ausschließlich via DVB-S2.
Wenn du also herausfinden möchtest, ob du Fernsehen über DVB-S oder DVB-S2 empfängst, gibt die Senderliste Aufschluss. Findest du dort sowohl alle öffentlich-rechtlichen als auch private Free-TV-Sender in HD, dann nutzt du bereits DVB-S2.
Tauchen in deiner Senderliste hingegen nur einzelne HD-Sender auf, kommt bei dir wahrscheinlich noch DVB-S zum Einsatz. In diesem Fall ist es Zeit zu handeln, denn die TV-Sender haben bereits mit der DVB-S-Abschaltung begonnen. Um auch in Zukunft alle Sender empfangen zu können, ist ein DVB-S2-fähiger Receiver notwendig.
Anschluss und Empfang: Was braucht man?
Was braucht man also für DVB-S2? Wenn du bereits DVB-S empfängst, ist lediglich ein neuer Sat-Receiver notwendig, der DVB-S2 unterstützt. Weitere Änderungen an deinem DVB-S-Anschluss sind für den DVB-S2-Empfang nicht erforderlich.
Wenn du erstmals Satellitenfernsehen empfangen möchtest, benötigst du eine Satellitenschüssel, ein LNB, Sat-Kabel und einen Sat-Receiver, der bestenfalls bereits DVB-S2-fähig ist. In unseren Ratgebern zeigen wir dir anschaulich, wie du eine Sat-Anlage installieren und eine Satellitenschüssel ausrichten kannst. Außerdem erfährst du alles Wichtige zu LNB-Typen und den Unterschieden.


Kosten
Die Kosten für DVB-S und DVB-S2 unterscheiden sich kaum. Im Gegensatz zu DVB-C fallen lediglich einmalige Kosten für die Sat-Anlage an. Viele moderne Fernseher haben bereits einen DVB-S- oder DVB-S2-Receiver integriert, sodass du nicht zwingend einen externen Sat-Receiver kaufen musst. Der Fernsehempfang über DVB-S ist kostenlos. Alle frei empfangbaren Sender kannst du ohne weitere Kosten schauen.
Bei DVB-S2 empfängst du öffentlich-rechtliche Programme in HD kostenlos. Monatliche Kosten entstehen hingegen für private Sender in HD. Dafür müusst du HD+ abonnieren und die verschlüsselten Sender via Smartcard und CI-Modul freischalten.

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