Nahezu alle Smartphones und digitalen Kameras eignen sich für Zeitrafferaufnahmen. Wichtig ist, dass du Bilder in festgelegten Intervallen aufnehmen kannst. Das gelingt entweder über einen integrierten Modus oder einen verbundenen .


Du möchtest ein beeindruckendes Zeitraffer-Video erstellen? Wir zeigen dir, was du dafür benötigst und wie du vorgehen solltest.
10 Minuten Lesedauer | 18.11.2021
Nahezu alle Smartphones und digitalen Kameras eignen sich für Zeitrafferaufnahmen. Wichtig ist, dass du Bilder in festgelegten Intervallen aufnehmen kannst. Das gelingt entweder über einen integrierten Modus oder einen verbundenen .
Wie viele Bilder pro Minute oder Sekunde ein Zeitraffer-Video haben sollte, hängt von der Bewegung des Motivs ab. Je langsamer die Bewegung, die du einfangen möchtest, desto weniger Bilder pro Minute oder Sekunde sind erforderlich.
Die ideale Geschwindigkeit für einen Zeitraffer lässt sich leicht bestimmen. Sie ergibt sich aus der Zeitspanne deiner Aufnahme und der gewünschten Videolänge. Möchtest du etwa aus drei Stunden vorbeiziehender Wolken ein 30-sekündiges Zeitraffer-Video mit 30 Bildern pro Sekunde erstellen, dann musst du dazu 5 Bilder pro Minute, also alle 12 Sekunden ein Bild aufnehmen.
Ein Timelapse ist ein Video, das den Zeitraffereffekt zeigt. Eine stationäre Kamera filmt dabei das Motiv über einen längeren Zeitraum, nimmt aber nur wenige Bilder pro Sekunde auf. Beliebte Motive sind etwa Sonnenauf- und -untergang, Pflanzenblüten oder das bunte Treiben auf einer belebten Straße.
Wenn du unterwegs bist, um , kannsst du ein wenig mehr Zeit einplanen und im Anschluss Bilder für ein Zeitraffer-Video aufnehmen. Denn technisch wird ein Zeitraffer aus einzelnen Fotos erstellt. Diese Fotos werden im fertigen Timelapse-Video schnell hintereinander wiedergegeben. Meist enthält eine Wiedergabesekunde 25 oder 30 Bilder.
Zur Veranschaulichung: Du nimmst alle sechs Sekunden ein Bild auf und erstellst aus diesen Fotos ein Zeitraffer-Video mit 30 Bildern pro Sekunde. Dann zeigt eine Sekunde des Timelapse-Videos knapp drei aufgenommene Echtzeitminuten.
Während du ein Timelapse-Video als klassischen Zeitraffer aus Fotos erstellst, gibt es auch den Hyperlapse. Dabei handelt es sich jedoch um beschleunigt wiedergegebene Videos, bei denen sich die Kamera bewegt und Motive wechseln. Filme beispielsweise einen ausgiebigen Spaziergang mit einer Kamera und gebe dieses Video anschließend so schnell wieder, dass der Spaziergang innerhalb weniger Minuten komplett abgespielt wurde, handelt es sich um ein Hyperlapse-Video.
Ein Zeitraffer-Video zu erstellen, ist ganz einfach, wenn du ein paar Tipps beherzigst. Für optimale Ergebnisse wähle dein Equipment passend zum Motiv und den Gegebenheiten während der Aufnahme. Richtig gelungene Zeitraffer-Videos lassen sich nicht nur mit hochwertigen DSLR-Kameras aufnehmen, sondern auch mit deinem Smartphone. Mit den folgenden Tipps machst du bei der Aufnahme und der Nachbearbeitung alles richtig.
Grundsätzlich sind alle Smartphones und Fotokameras in der Lage, Material für ein Timelapse-Video aufzunehmen. Je besser die Bildqualität, desto hochwertiger lässt sich daraus ein Zeitraffer-Video erstellen. Bei der Auswahl der Kamera kommt es allerdings nicht nur auf die Aufnahmequalität an, sondern auch auf den Einsatzbereich.
Für spontane Zeitraffer-Aufnahmen eignen sich auch Smartphones oder Actioncams, die aufgrund ihrer kompakten Maße Platz in nahezu jedem Gepäck finden. Über einen lassen sich die Handy-Aufnahmen bequem automatisch innerhalb von individuellen Intervallen machen, sodass du bestens gerüstet bist, um ein Zeitraffer-Video aus Fotos zu erstellen. Weitere praktische Produkte für unterwegs findest du in unserem Ratgeber “ ”.
Damit ein Timelapse-Video den gewünschten Effekt zeigt, ist der optimale Standort wichtig. Möchtest du zum Beispiel über das Wachstum einer Pflanze ein Zeitraffer-Video erstellen, dann wähle den Standort der Kamera mit geringem Abstand und den Aufnahmewinkel leicht von oben auf die Pflanze, sodass die ausgewachsene Pflanze im Verlauf der Aufnahme den Großteil des Bildausschnitts einnimmt.
Möchtest du hingegen den Sonnenuntergang als Zeitraffer aufnehmen, dann wähle einen Standort, der einerseits den Horizont gut abbildet und andererseits möglichst keine störenden Bewegungen im Vordergrund zulässt. Einzelne Personen, die während der Aufnahme durchs Bild laufen, stellen meist kein Problem dar. Ein buntes Treiben direkt vor der Linse beeinträchtigt die Aufnahme jedoch oft erheblich.
Den Aufnahmewinkel bestimmst du selbst. Möchtest du neben dem Sonnenuntergang zeigen, wie sich die Umgebung verändert, etwa die Lichter der Stadt zu leuchten beginnen, dann wähle die Perspektive so, dass der Himmel etwa ein Drittel des Bildes ausmacht. Soll hingegen der Nachthimmel im Fokus stehen, richte dein Handy etwas weiter nach oben aus, sodass der Himmel etwa zwei Drittel des Bildes füllt.
Viele Motive eignen sich, um ein Timelapse-Video zu erstellen. Jedes Motiv, dass im Zeitverlauf entsteht oder sich verändert, ist auch ein potenzielles Zeitraffer-Motiv. Wie wäre es zum Beispiel, wenn du ein Zeitraffer-Video von dir erstellst, wie du gerade ein paar ausprobierst? Als weitere Inspiration für dein nächstes Videoprojekt haben wir ein paar Ideen gesammelt:


Um ein Zeitraffer-Video zu erstellen, sind Intervallaufnahmen nötig. Die meisten modernen Handys und digitalen Kameras haben dieses Feature an Bord. Oft gibt es jeweils sogar einen speziellen Modus für Timelapse-Videos. Dabei nimmt das Smartphone zuerst Fotos auf und fügt die Aufnahmen anschließend automatisch zu einem fertigen Timelapse zusammen. Du brauchst dann nicht mehr im Rahmen der Nachbearbeitung ein Zeitraffer-Video zu erstellen. Dadurch sparst du zwar einerseits Zeit, hasst andererseits jedoch auch kaum noch Möglichkeiten, das Ergebnis nach der Aufnahme zu beeinflussen.
Je länger die Aufnahme dauert, desto wichtiger wird die Stromversorgung. Insbesondere bei Ausflügen an entlegene Positionen ist der Handy-Akku bis zur eigentlichen Timelapse-Aufnahme womöglich schon ein gutes Stück entladen. Damit du mit vollem Akku und somit maximaler Ausdauer starten kannst, empfehlen wir dir, eine mitzunehmen. So kannst du auch längere Timelapse-Videos erstellen, ohne sich Sorgen um die Akkuladung machen zu müssen.
Eine der wichtigsten Voraussetzungen, um ein gelungenes Zeitraffer-Video zu erstellen, ist ein stabiler Stand der Kamera an derselben Stelle. Bereits minimale Veränderungen sind später sichtbar und beeinträchtigen das Ergebnis. Verwende deshalb ein standfestes , das die Kamera über die gesamte Aufnahmedauer sicher fixiert. Auch Smartphones lassen sich mithilfe eines Adapters leicht an Kamerastativen befestigen.
Idealerweise nimmst du für deinen Timelapse alle Einstellungen der Kamera manuell vor. Dadurch vermeidest du im späteren Timelapse-Video sogenanntes Flickering, also Sprünge der Belichtung, die durch die Kameraautomatik bei veränderten Belichtungsverhältnissen vorgenommen werden. Als Faustformel verwende das halbe Zeitintervall zwischen den Aufnahmen als Belichtungszeit.
In unserem Beispiel von oben mit sechs Sekunden zwischen den Aufnahmen wähle also eine Belichtungszeit von etwa drei Sekunden. Um Überbelichtung zu vermeiden, arbeite zusätzlich mit hoher Blende und möglichst geringem ISO-Wert. Bei starkem Sonnenlicht greifst du bei Bedarf zu zusätzlichen Graufiltern.
Zu guter Letzt stelle noch den Fokus manuell ein und belassen ihn über die gesamte Aufnahme konstant. Hast du die optimalen Timelapse-Einstellungen gefunden, kannst du mit der Aufnahme beginnen und dein Zeitraffer-Video erstellen. Bietet deine Kamera keine Möglichkeit, um die Einstellungen manuell vorzunehmen, kannst du häufig auch einen Timelapse- oder Zeitraffermodus verwenden. Dies bietet sich insbesondere bei Smartphones und Actioncams an.
Hast du ausreichend Material aufgenommen, kannst du im Nachgang ein Zeitraffer-Video aus den Bildern erstellen. Dafür gibt es für jeden Anspruch und jedes Budget passende Tools für iPhone, Android, PC und Mac. Von professionellen Lösungen wie LRTimelapse, Timelapse Tool und Pano Lapse bis zu Gratisanwendungen wie SkyStudioPro oder Time Lapse Creator hast du am Computer die Wahl.
Lapse It Pro macht sich ausgezeichnet auf dem iPhone und für Android eignet sich Framelapse hervorragend. Selbstverständlich kannst du auch Videobearbeitungsprogramme wie Adobe Premiere Pro oder Apple Final Cut Pro verwenden, um Zeitraffer-Videos zu erstellen.
Wenn du ein einfaches Zeitraffer-Video mit dem iPhone erstellen möchtest, genügt häufig die Kamera-App. Dort kannst du nämlich den Zeitraffer-Modus auswählen, indem du in der Zeile über dem Auslöser nach rechts wischst. Du findest den Zeitraffer also ganz links in der Auswahlzeile der Kamera-Modi. Nach der Auswahl des Modus kannst du auf dem Display deines iPhones noch die Zeitraffer-Geschwindigkeit ändern. Dadurch legst du das Aufnahmeintervall der einzelnen Bilder und somit die Geschwindigkeit des Timelapse-Videos fest. Passe diese Einstellung am besten an dein Motiv an, bevor du das Zeitraffer-Video erstellst.


Deutlich mehr Einstellungsmöglichkeiten bekommst du mit einer speziellen Zeitraffer-App. Lapse It Pro übernimmt zum Beispiel nicht nur die Intervallaufnahmen mit manuellen Einstellungen, sondern generiert auch eine 3D-Karte Ihres Motivs, sodass du später unterschiedliche Effekte für Vorder- und Hintergrund anwenden kannst. Die App nimmt einzelne Bilder auf, aus denen sich anschließend ein Zeitraffer-Video erstellen lässt.
Dazu unterstützt die App das unkomprimierte RAW-Format für Bilder, sodass du diese auch später noch grundlegend bearbeiten kannst, um etwa die Farbtemperatur anzupassen. Wenn du ein rundum gelungenes Zeitraffer-Video mit deinem iPhone erstellen möchtest, ist diese Timelapse-App eine der besten Lösungen. Denke daran, ein passendes zu verwenden, um wackelfreie Aufnahmen zu machen.